Zarathustra

Caucasan_ZarathustraGut Denken – Gut Reden – Gut Handeln

Als italienischer Maler und Architekt der Hochrenaissance setzt Raffael mit seinem mehr als 7m großen Freco dem antiken Denken im Vatikan ein bedeutendes Denkmal. Mit der Darstellung von 21 berühmten Denkern verweist er auf die Antike als Ursprung der europäischen Kultur mit ihrer Philosophie und ihren Wissenschaften.

Zarathustra ist heute bei uns weitgehend in Vergessenheit geraten. Außer Friedrich Nietzsches philosophisch-dichterischem Werk „Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen“ (1883 bis 1885) erinnert nur noch wenig an den persischen Religionsgründer. Die Renaissance jedoch sah in ihm einen Hüter vorchristlicher Weisheit. Diese Vorstellung blieb bis zur Aufklärung erhalten. Für Voltaire war Zarathustra in erster Linie ein Vermittler in Glaubensfragen.

Faktisch wissen wir wenig über Zarathustra, die Einschätzungen gehen oft weit auseinander. Er soll im ersten oder zweiten Jahrtausend v.u.Z. gelebt haben, wahrscheinlich im nordwestlichen Iran. Durch eigene Wanderungen (weil er verfolgt wurde) und durch Wanderungsbewegungen seiner Anhänger hat sich der nach ihm benannte Zoroastrismus vermutlich in der Grenz-Region des heutigen Aserbaidschan, Armenien und Iran entwickelt. Der Zoroastrismus setzte sich später als iranische (persische) Religion durch, bis der Islam ihn ab dem 7. Jh. verdrängte und seine Anhänger vertrieb. So wanderten z.B. die Parsen nach Indien aus.

Die Avesta ist die Heilige Schrift der Zoroastrier oder Zarathustrier. Kern der Lehre ist die Vorstellung von dem Schöpfergott Ahura Mazda (ein Monotheismus, der auf ältere persische Kulte zurückgeht) und seinem Widersacher und Zerstörer Ahriman. Wichtigste Botschaft ist die Notwendigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und entsprechend dem Prinzip von Ursache und Wirkung zu leben. Die drei zentralen Grundsätze sind deshalb: Gute Gedanken, gute Worte und gute Taten.

Im Zoroastrismus sind Gottesbilder nicht üblich, vor allem, weil Zarathustra sich gegen den Götzendienst und die Opferungen des Mithras-Kultes (Mithras als persischer Licht- oder Sonnengott) wandte, der zu seiner Zeit üblich war. Die Andachten für Ahura Mazda, in denen man mit erhobenen Händen die Lobpreisungen sang, wurden um einen Feuer-Altar abgehalten. In solchen Feuertempeln (die auch auf ältere Kulte zurückgehen, oft auf Hügeln erbaut) wurde die Heilige Flamme als Symbol Gottes und der vollkommenen Reinheit in Form eines ständig brennenden Feuers gehütet. Einige dieser Feuertempel sind bis heute erhalten. Wegen dieses Kultes wurden die Zoroastrier von Anhängern anderer Religionen abfällig Feueranbeter genannt.

Weil der Kaukasus und damit auch Georgien von alters her ein Kampfplatz zwischen westlicher (hauptsächlich griechischer) und östlicher (hauptsächlich persischer) Kultur und Religion war, möchten wir hier auch einen Vertreter aus Persien vorstellen. Bei Zarathustra handelt es sich allerdings um eine historische Person und nicht um einen antiken Mythos wie bei Prometheus oder um eine antike Legende wie bei Medea und den Argonauten.

Vielleicht hat der Zoroastrismus in den Grenz-Regionen des süd-östlichen Georgiens historisch einen Platz gehabt und konnte seine vermittelnde Kraft einsetzen. Auffällig ist, dass in Georgien nur in diesem Dreiländereck Schaffleisch gegessen wird. Es ist dort sehr heiß und entsprechend muss das Fleisch gewürzt sein.

CAUCASAN_StreudosenGewürzsalzUnsere CAUCASAN Gewürzsalz-Mischung aus diesem Gebiet haben wir daher nach dem persischen Religionsgründer Zarathustra Feuertopf benannt. Sie enthält aserbaidschanische, armenische und georgische Elemente und ist ein Produkt der Vielfalt und Toleranz der dortigen Bevölkerung.

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